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Studium

Biotechnologie an der TU-Berlin
Das Studium der Biotechnologie an der Technischen Universität Berlin ist ingenieurwissenschaftlich ausgerichtet und gliedert sich im auslaufenden Diplomstudiengang in zwei Abschnitte: das viersemestrige Grund- und das sechssemestrige Hauptstudium mit einer Regelstudienzeit von 10 Semestern.
Das Studium ist aus Modulen zusammengesetzt, die aus thematisch aufeinander bezogenen Lehrveranstaltungen (Seminare, Vorlesungen, Übungen, Praktika) bestehen und deren Umfang in Leistungspunkten (LP) nach dem European Credit Transfer System (ECTS) angegeben wird.
Ergänzt wird das Studium durch mehrwöchige Berufs- bzw. Industriepraktika. Seit dem Wintersemester 09/10 wurde das hier vorgestellte Modulsystem durch einen Bachelor-/ Masterstudiengang ersetzt. Ausführliche Verlaufspläne von Grund- und Hauptstudium sowie weiterführende Informationen sind unter folgendem Link zu finden.
Medizinische Biotechnologie
Unter medizinischer Biotechnologie (roter Biotechnologie) ist die Summe aller biotechnologischen Verfahren, die im Bereich der Medizin Anwendung finden, zu verstehen.
Berufsfeld
Das Berufsfeld ist an der Schnittstelle von Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Medizin angesiedelt. Die Bedeutung dieser Disziplin für die Zukunft spiegelt sich in der Tatsache wider, dass ein großer Teil der Firmen, die in der Sparte „Biotechnologie“ gehandelt werden, eine eindeutig medizinisch ausgerichtete Strategie verfolgen.
Fachgebiet
Das Fachgebiet befasst sich in der Lehre mit praktisch allen molekularbiologischen und zellbiologischen Technologien, welche im Bereich der Forschung oder der Herstellung biotechnologischer Produkte für die Medizin derzeit angewandt werden. Hierbei belegen die Aspekte, welche mit dem medizinischen Fortschritt für unsere Gesellschaft verbunden sind, einen besonderen Stellenwert.
Lehre
Eine Fokussierung der Lehre liegt in den Bereichen der medizinischen Diagnostik und der regenerativen Medizin. Dies ist dadurch begründet, dass hier derzeit die grössten Fortschritte erzielt werden und in diesen Bereichen die Medizin eine grundlegende Veränderung erfahren wird. Um hier eine angemessene und praxisnahe Lehre zu gewährleisten, ist eine enge Verzahnung mit Lehrangeboten der Charité oder außeruniversitärer Einrichtungen, wie dem Deutschen Rheumaforschungszentrum Berlin (DRFZ), dem Robert Koch Institut (RKI) oder den Max Planck Instituten unerlässlich.
Forschung
Im Bereich der Forschung liegt der Schwerpunkt im Bereich der Regenerativen Medizin. Im Gegensatz zum sogenannten „tissue engineering“ sind dabei Verfahren gemeint, bei denen die „Reparatur“ eines geschädigten Organs nicht künstlich im Labor, sondern technologisch kontrolliert im Körper des Patienten verläuft. Dies beinhaltet eine grundlegende Erforschung der natürlichen Heilungsvorgänge, um sie dort, wo sie nicht mehr effektiv ablaufen können, z.B. bei einer Verbrennung oder bei Arthrose, gezielt zu unterstützen. Der Forschungsschwerpunkt liegt in der Definition von Mikroumgebungen, welche zur Differenzierung von Vorläuferzellen oder Stammzellen notwendig sind.

