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Wahlfächer
Epigenetics I & II
Die Epigenetik repräsentiert eines der aktuell am intensivsten beforschten Gebiete im biomedizinischen Bereich. Sie befasst sich mit metastabilen, d.h. einerseits vererblichen, andererseits aber auch reversiblen Veränderungen des genomischen Funktionspotentials. In Eukaryonten spielen dabei Veränderungen der Chromatinorganisation, die die Etablierung eines zellulären Gedächtnisses sowie dessen Reprogrammierung in bestimmten Stadien der Entwicklung und zellulären Differenzierung erlauben, eine wesentliche Rolle.
Die von Herrn PD Noyer-Weidner und Frau Dr. Steinhoff an der Freien Universität Berlin gehaltene Vorlesung vermittelt alle Aspekte der modernen Epigenetik und ergänzt das Lehrangebot an der Technischen Universität auf hervorragende Weise.
Die angebotene, in englischer Sprache gehaltene Vorlesung bietet einen Überblick über Mechanismen der Etablierung, Veränderung und Vererbung bestimmter Chromatinzustände in Säugetieren und beim Menschen und beschreibt zudem wesentliche biologische Funktionen (z.B. Etablierung und Stabilisierung differentieller Genexpression im Verlauf von Entwicklungs- und Differenzierungs- vorgängen; Determination monoallelischer Genexpression bei genomischer Prägung; Dosis- Kompensation X-chromosomaler Gene; Aufrechterhaltung allgemeiner genomischer Stabilität). Sie vermittelt zudem einen ersten Einblick in Erkrankungsprozesse, die auf als fehlerhafte epigenetische Kontrolle zurückgehen. Analytische Methoden von wesentlicher Bedeutung werden ebenfalls behandelt.
Im Zuge der Entwicklung verschiedener Hochdurchsatzverfahren zur genomweiten Analyse epigenetischer Konstellationen haben sich eine Reihe neuer bioinformatischer Fragestellungen und Herausforderungen ergeben. Im zweiten Teil der Vorlesung werden verschiedene bioinformatische Methoden dargestellt, die in jüngster Zeit bei der Erforschung bestimmter epigenetischer Phänomene zur Anwendung gelangt sind. Nach einer kurzen Einführung in benötigte bioinformatische Grundlagen, werden Verfahren zur Vorhersage genomisch geprägter Gene und von DNA-Methylierungszuständen, zur Erfassung epigenetischer Regulationsmechanismen gewebsspezifischer Genexpression und zur Etablierung evolutionärer Substitutionsmodelle vorgestellt. Die Anlage epigenetischer Datenbanken wird ebenfalls besprochen.
Die Vorlesung Epigenetics I (23703) findet im SS statt. Epigenetics II (23607) im WS.
Informationen über Ort und Zeit bitte über das Vorlesungsverzeichnis der FU Berlin beziehen.
Wahlfach jeweils 4 LP
Pathologie
Die Pathologie stellt die Disziplin in der Medizin dar, bei der praktisch alle Erkrankungen eine Darstellung und Diagnose erfahren. Ziel ist es, einen Überblick über die molekularen ursachen einer Vielzahl humaner Erkrankungen zu bekommen. Im Zentrum der Veranstaltung stehen histologische Befunde und die dahinter stehenden Pathologien. Krebserkrankungen und immunologische Defekte stellen einen Schwerpunkt der Veranstaltung dar. In Kooperation mit der Charité kann an der Grundvorlesung Pathologie (F16) teilgenommen werden.
Eine regelmäßige Teilnahme ist Voraussetzung für einen Vortrag aus dem Spektrum der Pathologie, welcher im Fachgebiet Medizinische Biotechnologie zu halten ist.
Die Vorlesung findet sowohl im SS als auch im WS statt.
Ort und Zeiten ist dem Stundenplan der Charitéstudenten des 1. klinischen Semesters (k1) zu entnehmen.
Wahlfach 5 LP
Immunologie
Die Vorlesung bietet einen grundlegenden Einblick über die Zellen und Mechanismen des angeborenen und adaptiven Immunsystems. Die Veranstaltung wird von Dr. Mischo Kursar angeboten.
Die Vorlesung findet im WS statt.
Wahlfach 4 LP
Klinisches Seminar zur roten Biotechnologie
Biotechnologen haben zwar die Möglichkeit, Vorlesungen der medizinischen Studiengänge zu besuchen, in aller Regel gibt besteht aber kaum eine Möglichkeit, mit erfahrenen Klinikern in engeren Kontakt zu treten, um die Aspekte der „roten“ Biotechnologie und Bioverfahrenstechnik aus Sicht der Anwender in Klinik und Praxis kennen zu lernen. Das Modul, welches von Herrn Flottillenarzt Priv.-Doz. Dr. med. Albrecht Bettermann aus dem Bundeswehr-krankenhaus Hamburg abgehalten wird, bietet eben diese Möglichkeit. Es wird hierbei ein breites Spektrum an Erkrankungen und Krankheitsbildern aus Sicht des behandelnden und operierenden Arztes dargestellt. Im Zentrum der Lehrveranstaltung steht die Präsentation und Diskussion von Chancen und Risiken neuartiger, insbesondere biotechnologischer Behandlungsformen. Dabei kommen die Aspekte von Forschung und Entwicklung ebenso zum Tragen, wie die Grundsätze medizinischer Behandlungsformen am erkrankten oder verletzten Organismus. Die Zusammenhänge innerhalb der Gesundheitswirtschaft finden ebenso Berücksichtigung, wie die medizinisch- technischen Parallelentwicklungen zur Biotechnologie.
Ziel ist es, einen Einblick in den klinischen Alltag zu vermitteln und viele Fragen moderner medizinischer Behandlungsformen, die sich an den Schnittstellen von Biotechnologie und Medizin ergeben, mit einem erfahrenen Kliniker zu diskutieren. Die Lernenden sollen einen Überblick zu den biotechnologischen Therapieansätzen in der Humanmedizin erhalten und dabei die Verfahrenstechniken zeitgemäßer Behandlungskonzepte kennen lernen. Es sollen Schnittstellen zu benachbarten medizinischen Wissensgebieten erkannt und Schnittmengen herausgearbeitet werden.
Das Seminar wird im SS angeboten.
Wahlfach 3 LP
Membranproteine: Klassifizierung, Struktur und Funktion
Die VL befasst sich mit folgenden Inhalten:
Typen von integralen und peripheren Membranproteinen: Rezeptoren, Ionenkanäle, Transportproteine, Enzyme und Adhäsionsmoleküle.
Interaktion mit intra- und extrazellulären Elementen, Stofftransport, Ligandinteraktion und Signaltransduktion.
Den Studierenden werden in dieser Vorlesung Kenntnisse der Topologie und Funktion der wichtigsten Klassen von Membranproteinen vermittelt. Es werden Strukturen, biochemische Eigenschaften, Regulation und physiologische Bedeutung verschiedener Membranproteine erläutert. Signaltransduktionskaskaden, Rezeptor-Ligand Interaktionen und pharmakologische Eigenschaften dieser Membranproteine werden dargestellt. Lipid-Membranproteinwechselwirkungen und posttranslationale Modifikationen werden an ausgewählten Beispielen membranadhärenter und transmembranärer Proteine behandelt. Die aufgezeigten analytischen Methoden zur Darstellung und Charakterisierung von Membranproteinen erweitern das Spektrum biochemischer Arbeitsmethoden.
Die Vorlesung wird im SS und WS angeboten. Vorlesungsverzeichnis FU-Berlin
Wahlfach
Praktikum Zellfreie Synthese von Membranproteinen
Praktikum
Voraussetzung ist die vorangegangene Teilnahme an der Vorlesung "Membranproteine: Klassifizierung, Struktur und Funktion" sowie eine Klausur als Zulassungsbeschränkung.
Das Praktikum wird im SS und WS angeboten. Vorlesungsverzeichnis FU-Berlin
Wahlfach

